Tipps fĂŒr den Alltag
Erlebnismappe:
Alles, was das Kind erlebt, wird mit Fotos oder zeichnerisch festgehalten. Das Kind kann so durch Wiederholen im GesprÀch neue Wörter lernen und auch den Sinn erfassen lernen. Die zeichnerische QualitÀt ist dabei völlig unerheblich :-)
Tagesablauf:
Dieser wird Ă€hnlich wie die Erlebnismappe aufbereitet. Das Kind kann den Tagesablauf verinnerlichen. Man kann auch spielerisch die Bilder durcheinander bringen und das Kind probiert, den Tagesablauf selbst in die richtige Reihenfolge zu bringen. Man kann auch einzelne Tageseinheiten genau festhalten (z.B. in der FrĂŒh: wecken, aus dem Bett steigen, Stufen hinunter gehen, FrĂŒhstĂŒck, anziehen, Zahnpasta auf die BĂŒrste geben, ZĂ€hne putzen, Mund ausspĂŒlen,...)
Kalender:
Je nach Alter des Kindes kann der Kalender fĂŒr eine Woche bis zu mehrere Wochen auf ein groĂes Blatt Papier (z.B: A1-Format) aufgezeichnet werden. Es wird fĂŒr jeden Tag ein KĂ€stchen aufgezeichnet (siehe BIld.) In jedem KĂ€stchen befindet sich rechts oben noch ein kleines KĂ€stchen, in dem ein Bett aufgezeichnet ist. Alles, was fĂŒr das Kind wichtig ist, wird fĂŒr jeden Tag eingezeichnet. In der FrĂŒh wird das Bett durchgestrichen und das Kind weiĂ jetzt, alles was in diesem KĂ€stchen steht, passiert heute.
Ăhnlich wie auf dem Kalender kann man dies auch auf der Pinwand machen. Die Wochentage können oben aufgepinnt werden. Zu diesen Tagen kann man Fotos von Personen, die besuchen kommen, Symbole fĂŒr Situationen usw. aufpinnen.
LĂK-Spiel:
Verschiedene Themen können auch mit dem LĂK-System gemeinsam mit dem Kind erarbeitet werden. Wenn das Kind das Spiel schon etwas beherrscht, hat es die Möglichkeit das Spiel alleine zu spielen und durch Selbstkontrolle erkennen, ob es richtig gearbeitet hat. Ahnliches Spiel ist das LOGICO-RONDO (Kindergarten) und LOGICO-TRAINER (Grundschule) Spiel. Sie können dies im FINKEN-VERLAG bestellen.
BilderbĂŒcher:
Mit BilderbĂŒcher und Fantasie können Sie ihrem Kind wunderbare Geschichten erzĂ€hlen. Je nach Wortschatz und VerstĂ€ndnis des Kindes einsetzbar.
BĂŒcherserie "Licht an" bzw.Meyer-Kinderlexikon Serie:
Diese BĂŒcher erlĂ€utern Themenkreise kurz, prĂ€gnant, informativ und kindgerecht mit vielen Bildern. Auf diese Weise können auch Themenkreise, die komplex sind, mit dem Kind erarbeitet werden. Das Kind hat so die Möglichkeit, sich auch fĂŒr andere Themen auĂerdhalb des tĂ€glichen Lebens zu interessieren.
"Wieso, wehalb, warum?" Serie:
Dies ist Ă€hnlich wie die BĂŒcherserie "Licht an" bzw.Meyer-Kinderlexikon Serie. Die Themen in diesem Bereich sind schon komplexer und eher fĂŒr Volksschulkinder und Ă€ltere Kinder geeignet.
Buchstabenmappe:
Je nach Bedarf kann man ein A4-Blatt pro Buchstabe gestalten. In der Mitte kommt ein Bild (z.B. ein Apfel). Der Anfangbuchstabe des Bildes (in diesem Beispiel das A) wird in GroĂ- und Kleinbuchstaben dargestellt. Wer GebĂ€rdensprache braucht, zeichnet auch den Buchstaben im Fingeralphabet auf. Unter dem Bild wird das Wortbild mit dem Artikel geschrieben (im Beispiel: der Apfel). Der Anfangsbuchstabe wird durch eine andere Farbe betont. (hier ein Beispiel).
Rollenspiele:
Bestimmte Situationen, die sich im Alltag immer wieder ergeben (z.B. einkaufen gehen, telefonieren, Puppen aus und anziehen, Puppe trösten usw.), mit dem Kind durchspielen. Das Kind kann auf diese Weise neue Wörter lernen und gleichzeitig selbst einmal VerkÀuferIn spielen. So können auch, je nach Interesse, Dialoge nachgespielt werden.
Hauben:
Hauben immer mit Kind einkaufen!! Vor allem bei CI bzw. HörgerĂ€te-TrĂ€gern sollen Hauben im GeschĂ€ft probiert werden. Bei HörgerĂ€ten können diese, wenn die Haube zu eng sitzt, zu Pfeifen beginnen. Bei CI-Kindern drĂŒckt das CI.
Kleinkinder, die CI-TrÀger sind:
Ohrpass-StĂŒcke machen lassen. Das CI hĂ€lt besser am Ohr. Bei Bedarf kann man das Batteriefach mit dem Sprachprozessor mit einem leicht ablösbaren Klebeband (z.B.: Leukofix) festkleben.
Zink-Luft-Batterien:
HörgerĂ€te und CI werden ĂŒblicherweise mit Zink-Luft Batterien betrieben. Speziell CI-TrĂ€ger brauchen sehr viele Batterien (2-3 Batterien pro CI). Die modernen Zink-Luft-Batterien sind aber nicht mit den Blei-Zink-Batterien aus frĂŒheren Zeiten zu vergleichen. Die Zink-Luft-Batterien benötigen zuerst mal Luft, um viel Energie bringen zu können. Dh. sie mĂŒssen atmen, bevor sie arbeiten :-) Beim Austausch bitte- die Folien von den neuen Batterien abziehen,
- etwa 5 Minuten liegen lassen,
- dann ins CI oder HörgerÀt einsetzen
- und GerÀt einschalten!
HörgerÀte-/CI-TrÀger:
Ausreichend Batterien in den Urlaub mitnehmen.
Die HörgerĂ€tebatterien können im Notfall innerhalb von Ăsterreich in jedem beliebigen HörgerĂ€tefachgeschĂ€ft nachgekauft werden. Je nach Auslandsaufenthalts ist es dort unter UmstĂ€nden problematisch.
CI-TrĂ€ger allerdings benötigen spezielle Batterien, die nicht ĂŒberall erwerbbar sind.
Aufmerksamkeit auf sich ziehen:
Wenn man möchte, dass das Kind zu mir herschaut, kann man durch LÀrm (z.B. klatschen, auf den Boden stampfen) die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Andere Variante ist der Lichtschalter. Wiederholtes Ein- und Ausschalten.
Wie nÀhere ich mich dem Kind an?
NÀhern Sie sich einem HörbeeintrÀchtigten NIEMALS VON HINTEN. Schritte können oft nicht wahrgenommen werden. Das Kind erschrickt, wenn plötzlich jemand hinter ihm steht und ihm auf die Schulter klopft. Besser ist es, sich an seine Seite zu stellen und mit der Hand vor dem Gesicht zu winken.
VerstÀndnisschwierigkeiten:
Das Kind NIEMALS ANBRĂLLEN, wenn es etwas nicht verstanden hat. Mit normaler LautstĂ€rke deutlich und langsam wiederholen ist wesentlich zielfĂŒhrender. Zu laute Sprache wird im HörgerĂ€t stark verzerrt.
Schule:
Je nach Grad der HörschĂ€digung zwei bis drei Jahre vor Schuleintritt (VS, KMS, AHS o.Ă€.) Informationen einholen. Welche Möglichkeiten gibt es fĂŒr das Kind? Selbst ĂŒberlegen, was möchte ich fĂŒr das Kind? Welche BedĂŒrfnisse mĂŒssen befriedigt werden? (Siehe dazu Schule : hier sind eine Vielzahl von Fragen aufgelistet, die Sie fĂŒr sich ĂŒberlegen und beantworten sollten). Ideal ist es auch, ein bis zwei Jahre vor Schuleintritt mit der Direktion der Wunschschule die Situation zu besprechen und WĂŒnsche zu Ă€uĂern. Die Direktion kann Ihnen entsprechende Informationen liefern und hat auch selbst mehr Zeit, beim Stadtschulrat Erkundigungen einzuholen.





