Geschwisterkinder
Geschwisterkinder von hörbeeinträchtigten Kindern bzw. auch anders beeinträchtigte Kinder fühlen sich oft benachteiligt. Es gibt einige Punkte, die zu beachten sind, wobei es in vielen Fällen schwierig ist, diese auch einzuhalten. Tun Sie es, so gut es Ihnen möglich ist, die Kinder danken es Ihnen!
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Die Behinderung nicht zum Hauptthema in der Familie machen.
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Sich Zeit nehmen für das gesunde Kind
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Auch einmal mit dem Kind alleine etwas unternehmen. (z.B. Ausflüge, schwimmen gehen, etwas Neues ausprobieren, Museumsbesuche,...)
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Zeit für Gespräche, Plaudereien und Scherze nehmen
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Wenn möglich, auch die Großeltern mit einbeziehen
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Kontakte zu anderen Betroffenen suchen und Freundschaften unterhalb der Geschwisterkinder fördern
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Kindern in Vereine, Veranstaltungen, mitmachen lassen, wo die Behinderung NICHT zum Thema wird. (z.B: Jungschar, Pfadfinder, Kindervereine, Hobbies, die das Kind gerne nachgehen möchte ...)
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Bei Feiern, wo das Kind alleine eingeladen wird: Selbst wenn die Erwachsenen sagen: „Der Kleine (= das behinderte Kind) kann auch da bleiben.“ Hart bleiben und gehen. Denn die Geschwisterkinder haben ein RECHT darauf, auch einmal alleine mit Freunden ein Fest zu feiern (Sonst sind sie nie bei Veranstaltungen alleine!)
Ein wichtiger Hinweis: Die oben genannten Punkte müssen auch mit dem gesunden Kind/den gesunden Kindern abgesprochen werden. Es hat keinen Sinn, z.B. diese in eine Jungschar-Gruppe zu geben, wenn es gar kein Interesse hat. Sonst fühlt es sich wieder abgeschoben. Bitte auch darauf achten, dass das Kind auch genügend Zeit zum Erholen hat (Freizeitstress).
Sollten die Probleme mit dem Geschwisterkind als Belastung empfunden werden, scheuen Sie sich nicht professionelle Hilfe seitens eines Psychologen oder Psychotherapeuten anzunehmen!





