Hördiagnostik
Zu einer umfassenden Hördiagnostik gehören:
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Ein Gespräch mit den Eltern zur Vorgeschichte des Kindes und zum derzeitigen Stand der Hör-, Sprach- und Kommunikationsverhaltens bzw. zur Gesamtentwicklung.
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Eine HNO-Untersuchung, bei der Ohren, Nase und Mund des Kindes untersucht werden.
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Eine Impedanzmessung: Hier werden die Tympanometrie und der Stapediusreflex gemessen. Die Impedanzmessung erfolgt auf beiden Ohren.
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Bei der Tympanometrie wird die Trommelfellbeweglichkeit gemessen. Dabei wird dem Kind eine Sonde an das Ohr gehalten. Nun wird eine Veränderung des Luftdrucks im Gehörgang veranlasst und es wird gemessen, wie weit der Luftdruck im Mittelohr über die Eustachische Röhre angeglichen wird. Dies ist für die Schallweiterleitung wichtig. Aus dieser Messung kann man auch schließen, wie gut das Mittelohr belüftet ist. Das Kind spürt dabei nur einen leichten Druck, ähnlich wie beim Gondelfahren oder Aufzugfahren.
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Für die Stapediusreflexmessung werden über dieselbe Sonde kurze laute Töne ausgesendet. Damit überprüft man, ob der Schutzmechanismus im Mittelohr funktioniert. Wie funktioniert das? Wenn ein lauter Ton vom Innenohr registriert wird, zieht sich der Stapediusmuskel im Mittelohr zusammen und macht damit die Gehörknöchelchenkette unbeweglich. Dadurch wird eine zu laute Tonübertragung verhindert und beugt so Schädigungen im Innenohrbereich vor. Bei dieser Messung ist kein Rückschluss möglich, ob ein Kind gut hört oder nicht.
Hinweis
Jedes Kind ist ein Individuum. Das heißt, ein Kind kann gute Hörergebnisse haben und es sich trotzdem schwer tun, die Sprache zu erlernen. Ein anderes Kind kann ein weniger gutes Hörergebnis haben und dennoch gut die Sprache erwerben. Daher ist es wichtig das Kind so anzunehmen wie es ist!
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