Subjektive Audiometrie

Bei der Sprachabstandsmessungen werden dem Kind Bilder vorgelegt und das Kind muss auf das Bild zeigen, dessen Wort gerade ausgesprochen wurde. Das Wort wird in der Umgangssprache in normaler Lautstärke  und im Flüsterton ausgesprochen. Ältere Kinder werden auch dazu aufgefordert, das Wort nachzusprechen. Hierbei wird beobachtet, ob und wie genau das Kind auch im Flüsterton oder bei einer größeren Entfernung versteht, was gesprochen wurde.

Verhaltensbeobachtungen werden über dem Audiometer (= Messanlage) gemacht. Hier sitzt das Kind auf dem Schoß der Mutter. Dem Kind wird dann Musik, Geräusche Töne, Umweltgeräusche oder Rauschen in unterschiedlicher Lautstärke angeboten. Der Prüfer beobachtet das Kind genau, wie und ob es reagiert hat. Die Geräusche werden von vorne, links oder rechts angeboten. Dies ist wiederum vom Alter des Kindes abhängig.

Ab einem Alter von ca. 2 ½ Jahren wird die Verhaltensbeobachtung beim Kind mittels Spielaudiometrie durchgeführt. Das Kind kann dann schon selbst zeigen, ob es einen Ton gehört hat oder nicht. Die Töne werden von vorne über die Lautsprecher angeboten und immer, wenn das Kind etwas hört, steckt es eine Kugel oder ein Ring auf ein Steckspielzeug. Dies muss natürlich am Anfang mit dem Kind eingeübt werden.

Wenn das Kind älter ist, wird nach dem gleichen Prinzip die ersten Messungen über Kopfhörer und die Knochenleitungsmessungen abgehalten. Dabei verwendet man einen Knochenleitungshörer. Dies ist ein kleiner Vibrationsknopf, der hinter dem Ohr an den Schädelknochen angelegt wird. So wird der Schall direkt auf das Innenohr übertragen.

Parallel dazu werden über dem Audiometer auch Sprachtests durchgeführt. Diese sind viel genauer, weil der Sprecher auf der CD immer gleichmäßig spricht. Hier kann auch die Lautstärke genau eingestellt werden. Hier zeigt das Kind wieder auf die Bilder, die es gehört hat oder es spricht nach.



 
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